Pflanzenbau
Wir bewirtschaften rund 4.000 Hektar Acker- und Grünland und verbinden moderne, leistungsstarke Landwirtschaft mit nachhaltigem Naturschutz.
Im Mittelpunkt steht die Futterproduktion für unsere Rinder. Neben Silomais setzen wir gezielt auf eiweißreiche Luzerne sowie vielfältiges Grünland. Darüber hinaus bauen wir klassische Marktfrüchte wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer sowie Sonnenblumen an. Für eine breite und flexible Fruchtfolge bauen wir auch neue und alte Kulturen wie Kichererbsen, Buchweizen, Hirse oder Öllein an.
Boden
Der Boden steht im Mittelpunkt unseres Handelns.
Eine regenerative, bodenaufbauende Bewirtschaftung ist für uns der Schlüssel, um die Fruchtbarkeit langfristig zu sichern und gezielt zu fördern. Dazu tragen eine vielfältige Fruchtfolge und intensiver Zwischenfruchtanbau bei. Außerdem nutzen wir moderne Technik, führen regelmäßig Bodenanalysen durch und nutzen Ertragspotenzialkarten für eine teilflächenspezifische Bewirtschaftung: Hierbei werden Schläge nach Bodenart und Ertragspotenzial in kleinere Einheiten unterteilt und anschließend bedarfsgerecht bearbeitet, etwa durch angepasste Aussaatstärken und passgenaue Düngung. Zudem beteiligen wir uns als Praxisforschungspartner am Projekt BoDi, welches die Entwicklung eines Bodensensorsystems mit dazugehörigem Softwarepaket für die bedarfsgerechte und präzise Düngebedarfsermittlung zum Ziel hat.
Unsere Maßnahmen bewirken:
- Optimierung der physikalischen und chemischen Bodeneigenschaften
- Förderung der biologischen Aktivität zur nachhaltigen Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit
- Stärkung der Bodengesundheit durch pflanzenbauliche Hygiene zur Vorbeugung von Pflanzenkrankheiten
- Minimierung von Bodenerosion und Verdichtung
- Ressourcenschonende Bewirtschaftung durch effizienten Einsatz von Saatgut, Dünger & Pflanzenschutz
- Humusaufbau und -erhalt zur Speicherung von Kohlenstoff im Boden
So arbeiten wir produktiv, effizient und standortangepasst.
Biodiversität & Klimawandel
Die Auswirkungen des Klimawandels und der Rückgang der Artenvielfalt sind für uns reale Herausforderungen, denen wir uns seit vielen Jahren aktiv stellen.
Deshalb reduzieren wir den Einsatz von mineralischem Dünger und chemischem Pflanzenschutz auf das notwendige Maß und fördern zugleich aktiv die Artenvielfalt mit verschiedenen Biodiversitätsmaßnahmen auf unseren Flächen.
Hierzu gehören unter anderen:
- Etablierung mehrjähriger Blühflächen und sandoffener Bereiche
- Anlage von Lerchenfenstern in Getreidebeständen
- Schaffung von Sandsteilwänden als Lebensraum für spezialisierte Arten wie bspw. Uferschwalben, aber auch Wildbienen oder Einsiedlerwespen
- Aufstellen von Sitzstangen für Greifvögel
- Aufhängen von Nisthilfen für Vögel und Insekten
- Anlage von Totholz- und Steinhaufen als Rückzugsräume
Ein begleitendes Monitoring im Rahmen der Initiative BASF FarmNetzwerk Nachhaltigkeit bestätigt den Erfolg dieser Maßnahmen: Die Artenvielfalt auf unseren Flächen hat sich messbar erhöht. Sogar gefährdete Arten, darunter verschiedene Wildbienen- und Wespenarten sowie die Feldlerche, die Uferschwalbe und der Kiebitz, konnten sich wieder ansiedeln oder neu etablieren.
Klim
Die Klim-Plattform ist ein digitales Tool, welches es uns ermöglicht, den von uns umgesetzten regenerativen Maßnahmen einen Wert zu geben. Seit 2022 bringen wir Ackerfläche bei Klim ein, auf denen beispielsweise eine verringerte Bodenbearbeitung oder die Einsaat von Zwischenfrüchten zum Kohlenstoffaufbau im Boden beitragen. Zusätzlich erhalten wir auf der Klim-Plattform fundierte Beratungsinhalte sowie Planungstools, die uns bei der Umsetzung der Maßnahmen unterstützen.
Mit unseren regenerativen Maßnahmen unterstützen wir andere Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette bei der Erreichung ihrer Klimaziele, während wir einen Teil der zusätzlichen Aufwendungen finanziell ausgeglichen bekommen.
Pacht
Je langfristiger wir eine Fläche bewirtschaften können, desto gezielter und wirksamer lassen sich Maßnahmen zum Klima- und Biodiversitätsschutz umsetzen.
Uns ist es wichtig, dass landwirtschaftliche Nutzflächen in verantwortungsvollen Händen liegen und mit Kompetenz bewirtschaftet werden. Bodenaufbauende Maßnahmen entfalten ihre Wirkung nur, wenn sie langfristig und dauerhaft umgesetzt werden. Gleichzeitig ist ihre Umsetzung kostenintensiv, da sie meist mit weniger intensiver Bewirtschaftung, der Einsaat von Zwischenfrüchten oder einem engmaschigeren Monitoring einhergehen.
Die positiven Effekte dieser Maßnahmen zeigen sich in der Regel erst nach fünf bis zehn Jahren. Umso mehr schätzen wir langfristige Pachtverhältnisse und freuen uns ebenso über Verkaufsangebote.
Planungssicherheit bei unseren Flächen ist für uns essenziell, denn sie ermöglicht eine stabile Futterproduktion und sichert langfristig Arbeitsplätze.
Ansprechpersonen
Leon Manzke
Leiter Pflanzenbau
l.manzke@agt-eg.de
Dr. Thomas Gäbert
Betriebsführung
t.gaebert@agt-eg.de





























